Markt Remlingen - Geschichte und Gegenwart

„Mittendrin im Frankenland zwischen sanften Höhen“ beschrieb einst Lehrer Steffen die Lage des Dorfes.

Im alten Waldsassengau, zwischen Mainviereck und Maindreieck, liegt der Marktflecken Remlingen.

Durch einen Tauschvertrag, den Kaiser Ludwig der Fromme bestätigte, erwarb am 9. Juli 839 das Kloster Fulda von dem Gaugrafen Poppo einen Teil des Forstes Spehteshart (Spessart). Hierzu gehörte auch Remlingen. Die Benediktinermönche des Klosters Holzkirchen erhielten mit Remlingen noch die jetzige Holzmühle, sowie den Weinberg „Hüterhaus-Höhberg“, dessen Weinstock noch heute im Remlinger Wappen zu finden ist.

Das ganze Mittelalter hindurch und auch noch die langen Jahrhunderte herauf bis zum Marktheidenfelder Brückenbau war Remlingen der bedeutenste Ort an der Straße Aschaffenburg – Würzburg.

Die Poststation an der alten Handelsstraße: Prag-Nürnberg-Frankfurt/Main-Brüssel, sowie der Sitz eines Zehntgerichts und die Herrschaft der beiden Adelsgeschlechter der Grafen Löwenstein-Wertheim und der Grafen zu Castell seien hier noch genannt.

Heute ist Remlingen ein „Wohn-Dorf“ an der Bundesstraße 8, im Einzugsbereich der Universitätsstadt Würzburg, sowie der Städte Marktheidenfeld, Wertheim und Aschaffenburg.

In Remlingen lässt es sich leben!

Ist man doch gut versorgt durch eine Vielzahl an Geschäften aller Art (2 Ärzte, Apotheke, 2 Bäckereien, 2 Metzgereien, Lebensmittelgeschäfte u.v.m.). Dass Remlingens Bevölkerung nicht untätig ist zeigt das vielseitige Vereinsleben (ca. 15 aktive Vereine). ?Hier findet Jedermann, unabhängig des Alters oder Geschlechts, gute Möglichkeiten sich aktiv zu betätigen.

Besonderheiten 

  • Historisches Rathaus
  • St. Andreas Kirche
  • Altes Würzburger Schloß
  • Casteller Schloss
  • Anwesen „Höhberg“ mit Weinbergen
  • Weinberg "Remlinger Sonnenhain" mit Heckenwirtschaft, mehrmals im Jahr
  • Weiler Holzmühle mit 3 Mühlen
  • Eierlauf: Einer der ältesten Osterbräuche Deutschlands
  • Saatmarkt im September
  • Weihnachtsmarkt am 3. Advent

Fakten 

  • Wohnbevölkerung Ende 2020: 1.492 - Einwohner
  • Haushalte Ende 2004: 650
  • Fläche, Gemeindegebiet: 2044 Hektar (davon gemeindeigener Wald 310 Hektar, Gesamtwaldfläche ca. 500 Hektar)